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Irgendwie ist jedes Wochenende immer en Wochenende der Superlative, genauso wie dieses hier.
Am Samstag Morgen brach ich früh morgens auf, um die Natur-Highlights in meiner näheren Umgebung abzuklappern. Um meinen Wohnort herum gibt es unglaublich schöne Natur, schroffe Felsen, Plateaus und Wasserfälle!
Und davon gibt es nicht nur einen, nein, meine Karte verzeichnete 16? Wasserfälle, wobei ich auch gehört habe, dass es weitere kleinere Wasserfälle gibt, die touristisch nicht erschlossen sind und die nur Einheimische somit kennen.
Jedenfalls besuchte ich ein paar Wasserfälle und war natürlich begeistert. Im Regelfall war ich der einzige Tourist dort und konnte die Ruhe und Einsamkeit an einer solchen Attraktion für mich allein gemießen. Die Sturzhöhe dieses Wasserfalls betrug ca. 40 Meter, was einem gut 12-stöckigem Hochhaus gleicht.
An dem Parkplätzen dieser Wasserfälle haben Einheimische kleine Stände aufgebaut, an denen man allerhand typische Touri-Sachen kaufen konnte. Sehr viele Holzschnitzereien von den einheimischen Tieren, Stühlen, Masken etc., über Steinarbeiten zu Schmuck aus Perlen oder Drahtarbeiten, bemalten Tüchern (Batiken) usw. ist alles dabei, um den Koffer schwerer und die Schwarzen mit dem Geld glücklich zu machen.
Hatte ich schon erzählt, dass ich bei der Abreise mit dem Koffergewicht beim Einchecken am Flughafen arge Schwierigkeiten bekam und ich nachzahlen sollte????
Nachdem ich an diesem Tag einige Wasserfälle besucht hatte, fuhr ich im Nachmittag nach Sabi.
Von Tiam (unten rechts im Bild) wusste ich, dass die Freunde von der Climbing-Wall an diesem Samstag an dem Wasserfall bei Sabi klettern gingen und so dachte ich mir, dass ich das doch auch mal probieren könnte. Nicht das Klettern allgemein, das hatte ich zuvor schon an der Kletterwand geübt. Aber eine solche Natur-Felswand ist doch was ganz anderes.
Der Unterschied zur Climbing-Wall: Hier kann man die einzelnen Grips ohne Probleme erkennen und weiß automatisch, welcher Schritt als nächstes kommt.
An der Natursteinwand hingegen habe ich erstmal gewundert. Die war total plan und ich vermisste die netten Grips von der Kletterwand.
Am Anfgang versuchte ich, mit den nackten Füßen hochzuklettern, aber da die Vorsprünge gerade mal einen halben dicken Zeh groß waren und zudem auch noch scharfkantig, musste ich mir später richtige Kletterschuhe ausleihen. Im Bild ist meine verzweifelte Lage i n der Wand zu sehen in gerade mal drei Meter Höhe, aber meine Zehen wollten einfach nicht diese Tortour mitmachen.
Nach diesem anstrengend genialen Nachmittag verabredeten wir uns ein paar Stunden später zu einer “Drum-Session”. Mit ca. 12 Leuten kamen wir zusammen und wr hatten 8 afrikanische Buschtrommeln zusammen, auf denen wir uns nach Herzenslust im gleichen Rythmus austobten.
Übrigens auf dem Bild rechts ist nochmal Tiam, der Klettermax, morgens nach dem Aufstehen. Mangels vernünftigen Einkaufs und bei entsprechendem Nachdurst, musste erstmal eine neue Flasche Bier her, die er aber nur zur Hälfte trinken konnte. War dann doch zu ekelig.
An diesem Morgen ging es dann auf zum “God’s Window”. Das Fenster zu Gott liegt an einem Hochplateau in 2000 Meter Höhe, das nach Osten hin plötzlich abbricht und die Sicht auf den Krüger Nationalpark auf einer Höhe von 500 Metern preisgibt.
Und wie man sieht, sieht man nix. Tolle Wurst. Nebel.... bzw. wenn man von unten raufgucken würde, dann sähe man Wolken.
Wir entschlossen uns, wieder in die etwas niedrigeren Plateau-Regionen zu fahren, um dem Nebel zu entrinnen.
Die nächste Station waren die Lissbon-Falls, meiner Meinung die schönsten Wasserfälle, die ich in Afrika zu Gesicht bekam. Über eine Falltiefe von über 60 Metern stürzt sich ein breiter Fluss (wir haben gerade Trockenzeit und der Fluss war halb leer) über zwei Stufen in die Tiefe. Der Wasserfall ist so groß, dass ich es nicht schaffte, beide Stufen in die Linse zu bekommen.
Nach einer längeren Pause, fuhren wir auch schon zum nächsten Wasserfall, diesmal zu den Berlyn-Falls.
Der Fluss ist hier eher in Bach, aber auch dieser stürzt sich 60 Meter in die Tiefe. Auch hier war es schwierig, die ganze Schönheit in den Sucher der Kamera zu bringen.
Da oben an der Abbruchkante saßen übrigens Willem (der holländische Klettermax) und Kerstin. Anhand der Größe dieser beiden kleinen Gestalten kann man ungefähr abmessen, wie tief es da runter geht.
Die nächste Attraktion: Die Potholes!
Potholes sind Schlaglöcher auf der Straße, oder eben dieses Naturschauspiel: Über die Jahrmillionen hat sich der Blyde River an dieser Stelle einen kleinen Canyon gegraben von ca. 20 Metern tiefe. Durch die Drehbewegung des Wassers wurden kreisrunde Löcher in das Gestein geschliffen.

Eine neue Attraktion ist das hier nicht unbedingt, aber wir mussten später vom Parkplatz fliehen, da wir von Nashörnern, Affen, Nilpferden und Elefanten angegriffen wurden.
Wer hat denn gesagt, dass wir hier immer sicher sind??? :-)
Die letzten beiden Bilder zeigen den Blyde River Canyon. Er ist der weltweit dritt größte Canyon und der größte bewaldete Canyon der Welt.
Der Fluss hat sich in den Jahrmillionen durch das Gestein geschlängelt und gebissen und fließt nun 500! Meter tiefer durch das Gestein.
Das Bild rechts ist also keine Fotomontage, nein, das ist real. Unter uns geht es 500 Meter fast senkrecht nach unten.
Hier ist auch nochmal eine andere Ansicht des Canyons, der sich irgendwo am Horizont verliert.
Leider hatten wir auch hier eine diesige Sicht, so dass die Aufnahmen nicht so schön wurden.
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