Krüger Nationalpark

Ja, da bin ich nun endlich dort, wovon ich schon in Aachen geschwärmt hatte: im Krüger Nationalpark!

Mein Wohnort White River liegt Luftline ca. 20 km vom Natopnalpark entfernt, das nächstgelegene Gate auch lediglich 40km. Also mit dem Auto ist es ein klacks dorthinzukommen.

Jedenfalls habe ich mich gleich an meinem ersten richtig freien Wochenende aufgemacht in den Park, um wilde Tiere zu jagen. Nein, töten wollte ich sich nicht, aber vor die Linse von meinem Fotoapparat oder meiner Videokamera bringen.

 

Ob ich Erfolg hatte bei der Jagd?!? Na dann schaut selbst!

Erstmal noch ein Kommentar zur Landschaft: Traumhaft! Leider (oder zum Glück) ist es verboten, innerhalb des Parks aus dem Auto auszusteigen. Zu viele wilde Tiere könnten einen leckeren Fleischbatzen riechen und ich wäre zu schnell Teil der Nahrungskette geworden.

Aber auch wenn nun nicht gerade ein Löwe um die Ecke lauert, würden die Menschen zu viel Botanik zerstören oder auch Tiere, die scheinbar ungefährlich sind und nur Pflanzen fressen, könnten dem Menschen bei der Gebietsverteidigung gefährlich werden.

Jedenfalls ist die Landschaft traumhaft schön und lädt eigentlich ein, dort auf eigenen Füßen die Gegend zu erkunden. Das ist echt eine Sache, die ich vermisst habe. Den ganzen Tag nur im Auto rumgurken und nur an bestimmten Campingplätzen aussteigen...

Die ersten wilden Tiere, die ich traf, das waren die Zebras! Und wie man direkt schon sieht... so wild sind die gar nicht. Sie nutzten die große Asphaltstraße für einen Spaziergang und schauten mich gerade mal mit dem Arsch an. Erst beim heranfahren sprangen sie von der Straße in die Büsche links und rechts der Straße und waren auch sehr bald verschwunden.  Wunderschöne Tiere...

 

Und bei meinem nächsten Tier bin ich mir sicher, dass es bisher noch nichts gegen die aufkommende Faltenbildung getan hat. Leider hatte ich gerade auch kein Oil-of-Olaf dabei, so dass ich der Giraffe eine Drogerie empfohlen habe. Aber ob sie mich verstanden hat?

Auf diesem Bild hier wird die Dimension einer solchen Giraffe leider nicht deutlich, aber die 7 Meter sind schon immens. Vergleichbar mit meinem Auto befanden sich ihre Kniegelenke gerade mal auf Dachhöhe. Würde die Giraffe breitbeinig vor mir stehen, könnte ich somit locker unter ihrem Bauch durchfahren.

 

Die Geier haben auch im Krüger ihrem Namen bzw. ihrem Bild entsprochen. Von Lucky Luke weiß ich noch, dass die Aasfresser immer auf toten kahlen Bäumen sitzen und die Gegend nach neuer Beute absuchen. Die amerikanischen Lucky-Luke-Geier unterscheiden sich somit kein bischen von den afrikanischen Kappengeier.

Auf dem Schotterweg fuhr ich später weiter, da ich Geier absolut keine Anzeichen machten, sich nur ein Stück zu bewegen. Nach nur einigen hundert Metern stieß ich auf eine Horde Affen. Fragt mich bitte nicht, welche speziellen Affen das nun sind, mein Tierlexikon wollte kein passendes Wort ausgeben.

Jedenfalls erstaunlich ist das “Gehänge” der Männchen. Solche türkis-blauen Eier habe ich noch nie gesehen. Aber nungut, jede Tierart muss ja mit irgendwas protzen und die Weibchen für sich gewinnen.

Die einen Tiere tragen gewaltige Hörner zur Verteidigung, die nächsten schmücken sich im bunten Federkleid und die übernächsten protzen lieber mit einem PS-starken Auto.

 

Dieses hässliche Entlein der Natur ist ein Wildschwein. Ich war verwundert, dass ich dieses mir aus Deutschland bekannte Tier auch im afrikanischen Busch wiederfand. OK, sieht ein wenig anders aus wie die mir aus Deutschland bekannte Spezies. ICh meine, der deutsche Genosse hat mehr Fell.

 

Der Baum auf dem rechten Bild sieht hier auf dem Foto viel zu klein und mickrig aus. Dieser Baum ist eigentlich ein Urwaldriese mit gigantischen Ausmaßen, der an einem Flussufer steht. In den Ästen befinden sich die berühmten Lianen, mit denen sich Tarzan schon durch die Luft schwingte.

Das hier war ein absoluter Schnappschuss. Meine Mittagspause machte ich an einem Picknick-Platz, um endlich nach stundenlanger Irrfahrt durch den Busch meine Beine vertreten zu können.

Ich meine, die Tiere sind ja nicht dumm und gerade die Affen scheinen dort eine regelrechte Plage zu sein. Das Füttern ist verboten und die Affen mussten ständig weggescheucht werden, damit sie ja nicht das Essen vom Tisch klauen.

Und da die Menschen den Affen nichts von ihrem reichhaltigen Essen abgeben, ist dieser Schimpanse in den Mülleimer gesprungen, hat sich ein Schokoladenpapier rausgefischt und setzte sich neben den Mülleimer auf den Zaun, um die letzten Schokoladenhappen sich einzuverleiben.

Ganz Mensch..... würde ich hier mal sagen! :-)

Im Park gibt es zudem eine riesige Anzahl von Vögel, wobei das Fotographieren dieser recht schwierig ist. Im Regelfall ziemlich klein auf Bäumen sitzend, dazu der helle Himmel, der den Vogel im Sucher der Kamera eher nur schwarz und hässlich erscheinen lässt, obwohl er in bunten Farben erstrahlt.

Dieser Vogel hier ist aber wirklich hässlich, der Gelbschnabeltoko. Ich meine, das ist der gleiche oder zumindest ein ähnlicher Vogel wie der aus “König der Löwen”.

Den Vogel konnte ich bei der Nahrungssuche beobachten. Er liebt es, mit seinem Schnabel in dem Kot von Elephanten oder anderen großen Tieren zu wühlen und sich irgendwas dort rauszupicken.

Na dann... Mahlzeit!

Hier seht Ihr mich bei einer kleinen Pause auf einem Hügel im Nationalpark. Im Hintergrund ist die Steppen- Buschlandschaft zu sehen. Im Vordergrund seht Ihr mich mit meinem getreuen Fox, der schon 20 Jahre alt ist, 350.000 km auf dem Buckel hat und weiterhin läuft und läuft und läuft. Das ist gute deutsche Technologie, die sich bewährt.  Da frage ich mich, warum die ganzen neuen Modelle immer nach nach ein paar Jahren in die Werkstatt müssen und zum dauerhaften Problemfall werden? Zumindest so geschehen mit den beiden anderen Autos, die wir bei den Pfadfindern im Einsatz haben.

Heißt es nicht: “Ein schöner Hintern kann entzücken”? Nagut, da müssten wir nun “schön” definieren.

Fraglich ist nur, warum mir immer so viele Tiere meist den Hintern gezeigt haben, als sich mal umzudrehen und nett in die Kamera zu lächeln.

Wenigstens hatte ich mit diesem Elefanten hier Glück und er drehte sich dann nach einer Weile auch mal um ich glaube, ich konnte auch ein kleines Lächeln auf seinen Lippen sehen. :-)

Aber auch hier ähnlich wie bei der Giraffe: Irre! Da steht ein solcher 5-Tonnen-Koloss 10 Meter neben Deinem Auto und frisst gemütlich die Blätter von den Sträuchern.

Aufpassen muss man aber dann, wenn der Elefant mit den Ohren wedelt, denn das ist eine Drohgebärde. Auch das hatte ich im Nationalpark erlebt, wo das ratternde und polternde Auto störend auf den Grauhäuter wirkte. Daher sollte man besonders bei diesen Tieren immer den Motor laufen lassen und bestenfalls den Wagen so stehen haben, dass man nur noch geradeaus fliehen muss.

Diese Echse war auch irre. Leider weiß ich gar nichts über diese Tiere, so dass ich sie nicht näher beschreiben kann.

Jedenfalls lag dieses ca. 1,3-Meter Viech mitten auf der Straße an einem Bachlauf und sonnte sich.

 

Und sowas wie Streifenhörnchen scheinen die auch dort im Busch zu haben. Sie haben aber den viel edleren Namen “Ockerfussbuschhörnchen”. Ob deren Fuß nun wirklich ocker ist, kann ich nicht genau sagen. Bei meinen drei Besuchen im Nationalpark konnte ich die Hörnchen nur ein einziges Mal sehen und fotografieren.

 

Wow!!!! Und was für ein Erlebnis! Am Abend konnte ich sogar noch Löwen im Nationalpark bewundern!  Leider waren sich viel zu schnell weg, so dass kaum Zeit zum atmen blieb, geschweige denn Zeit blieb, um gute Fotos zu machen.

Aber immerhin! Ich habe sie in freier Wildbahn gesehen... und die Katzen sind riesig... Wenn man im Auto sitzt, da kann ein erwachsener Löwe Dir locker in Augenhöhe in die Augen blicken.

 

 

Das ist immer wieder ein Erlbnis, die Sonnenuntergänge in Afrika. Wenn ein erfolgreicher Tag im Nationalpark zuende geht und dieser Tag mit einem solchen Foto beendet wird, .....   ach..... träum......

Hatte ich schonmal erwähnt, dass ich wieder zurück möchte? :-)

 

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